ARCHITEKTUR

 

Der Landkreises Lindau entschied sich für einen Neubau der Staatlichen Realschule auf dem Festland. Nach freiwerden dieser Liegenschaften erwarb die Firma Rhomberg Bau GmbH diese vom Landkreis Lindau. Zur Erlangung geeigneter Entwürfe, in Kooperation mit der Stadt Lindau, wurde im Herbst 2007 ein Planungsgutachten in Form eines moderierten Studienverfahrens durchgeführt.

 

Im Februar 2008 wurde ein Vorhaben- und Erschließungsplan verabschiedet, so dass die Baugenehmigung für das Projekt im September 2008 erteilt werden konnte.

 

Bauherr, Verwaltung und Rat der Stadt Lindau sowie die Architekten arbeiteten in vorbildlicher Weise kooperativ zusammen, um die baurechtlichen Grundlagen für dieses einzigartige Projekt auszuarbeiten.

 

Das Erscheinungsbild der Baukörper schafft gemeinsam mit den umgebenden, bestehenden Bauten der Stadt, Außenräume mit völlig neuer Atmosphäre.

 

 

Die Gebäude greifen verschiedene Traditionen der Lindauer Baukunst auf: Die Typologie der großen Villa, die dem Wasser zugewandt ist, findet sich im südlichen Loggien-Gebäude wieder. Die maßstäblich differenzierte Altstadt-Bebauung, die die Gassen und Straßen säumte, findet sich in der östlichen Gruppe an der Kalkhütte wieder. Der Innenhof mutet durch die Variation des Themas Laubengang mediterran an. Ähnlich südländisch wirkende Höfe sind in historischen Gebäuden Lindaus immer wieder zu finden.

 

Die Gebäude werden sehr individuelle und einzigartige Wohnungen mit einem unvergleichlichen Bezug zum See und zur Altstadt aufnehmen.

 

 

Der Entwurf besticht durch die Ausgewogenheit mit seinem Umfeld, der Balance zwischen Bestand und Neubauten, zwischen behutsamer Einfügung in den historischen Kontext und der Schaffung von großzügigen individuellen Wohnräumen mit unvergleichlichem Bezug zum See - ein wichtiger Impuls für die Baukultur in Lindau und der ganzen Region.